Chronik der Schwimmabteilung

 

1921 - 1945

Im Jahre 1921 gründete eine kleine Gruppe begeisterter Anhänger des Schwimmsports unter der Leitung von Georg Rueff die Abteilung. Weitere Aktive der Gründungs- und Vorkriegszeit waren Konrad Kneschaurek sen., Liesl Heliel, Amadeus Brandl, Anton Hirschlag, Alwine Hofmann und Traudl Schmid.

 

1946 - 1955

Langsam und nur unter Schwierigkeiten begann sich nach 1945 das Vereinsleben unter der Leitung von August Wieser wieder zu regen. Es war die Zeit namhafter Rosenheimer Sportler, wie Theo Wenk, Margit Berchtold, Marianne Zimmermann, Traudl Zimmermann, Albert Werner, Egon Noichl, Christl Auer, Hermine Wimmer, Inge Windisch und dem heute noch aktiven Mastersschwimmer und bayerischen Meister Marinus Fischbacher. Mit dieser Mannschaft kämpfte die Schwimmabteilung erfolgreich auf bayerischer Ebene bis 1955 das Freibad wegen Umbau geschlossen wurde. Wenige Aktive um Abteilungsleiter Amandus Brandl retteten mit Training im Hofstätter See die Abteilung vor dem Untergang.

 

1956 1970

Albert Werner übernahm die Abteilung und verhalf ihr zusammen mit Josef Staudhammer und Fritz Fleischmann zu "altem Glanz". Anfang der 60er Jahre kam mit Klaus Trommer ein Trainer hinzu, der die Aktiven bis zur bayerischen Spitze führte. Der Lohn seiner Arbeit waren die Erfolge des Teams bestehend aus Paul Lenk, Manfred Kastner, Ursel Schandl, Egon Noichl, Josef Kain, Peter Günther, Dieter Meister, Lothar Musselmann, Walter Pscheid, Horst Müller sowie den Geschwistern Konrad, Peter und Anneliese Kneschaurek. Hier ist allen voran jedoch Walter Berchtold zu nennen, der 1966 deutscher VoW-Meister über 200 m Rücken wurde und dafür wie auch für seine drei bayerischen Meistertitel über 100, 200 und 400 m Freistil den Ehrenbrief der Stadt Rosenheim erhielt. Zwei wichtige Ereignisse prägten das Jahr 1969. Werner Albert starb und rieß eine kaum schließbare Lücke in die Abteilung. Gleichzeitig eröffnete das Hans-Klepper-Hallenbad seine Pforten, wo die Abteilung Egon Noichl kommissarisch weiterführte.

 

1971-1980

Anfang der 70er beherrschten Josef Obermayr und die Gebrüder Bernhard und Wolfgang Weigl die Rosenheimer Schwimmszene. Unter Trainer Konrad Kneschaurek gelang es Josef Obermayr als ersten Innstädter unter die 1-Minuten-Grenze über 100 m Freistil zu schwimmen. Unter der Leitung von Margit Berchtold nahm der Schwimmsport in Rosenheim mit den Aktiven Michael Kas, Peter Seibold, Reinhold Neider, Helmut Wild, Kirsten Nühlen, Gudrun Wittmann, Hermann Spensberger, Hans Schrubar sowie den heute noch Aktiven Mastersschwimmerinnen Christa Wild (jetzt Martens) und Heidi Wild (jetzt Leitmannstetter) seinen Aufschwung. Als Trainer verstand es Reinhold Neider den Aktiven Gabi Biedermann, Michael Enzinger, Robert Weiß, Peter und Klaus Deutinger zu guten Leistungen zu verhelfen.
Von 1971 bis 1992 führte Margit Berchtold die Abteilung.

 

1981-1990

1983 fand Uwe Werkhausen den Weg nach Rosenheim, wobei er ab 1986 durch den Zugang des Ehepaares Seidak mehr als unterstützt wurde. Das Organisationstalent von Frank Seidak und die Trainerqualitäten von Uwe Werkhausen brachten der Schwimmabteilung einen nie gekannten Aufwärtstrend in Bayern. Man kannte bzw. kennt in Fachkreisen weitgefächert den Namen TSV 1860 Rosenheim. Anfang dieses Jahrzehnts tauchten Namen auf, welche heute noch in Rosenheim Bedeutung haben, dies sind Jochen Helwig, Heinz Lanner, Christian Schmid, Simone Reinwald, Thomas Bachun, Martin Jirka, Stefan Gleissner, Fritz Fischer, Christian Mund, Alfons Puschey und Jürgen Büchl.
Das Jahr 1990 endete mit dem bisher größten Nachwuchserfolg unter Trainer Frank Seidak, als im Rahmen des Deutschen Mannschaftswettbewerb der Jugend (DMS-J) mit Daniela Aschenbrenner, Julia Funk, Sandra Graf, Romina Käppler, Mona Nasr, Sabine Schnaiter und Christine Seidak in Bayern der erste Platz in der Jugend D erreicht wurde.
1988 erster Rosenheimer Sprintertag und 1990 erstes Rosenheimer Langstreckenschwimmen.

 

1991 2000

Seit 1992 liegt die Abteilungsleitung in den Händen von Gerhard Kehrt. Zusammen mit Frank Seidak holte er die Bayerischen Seniorenmeisterschaften 1992 und 1996 nach Rosenheim. Hier glänzten mit dem Gewinn von Bayerischen Meistertiteln Marinus Fischbacher, Walter Berchtold, Christa Martens und Krastan Koprinkov. 11mal Edelmetall gab es 1992 bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften in Regensburg durch Julia Funk, Ann-Christin Grädler, Michael Schnaiter, Thomas Ohlwärter und Christine Seidak. Und erstmals waren im deutschen Staffelfinale der Jugend unter den besten 10 Mannschaften die Mädchen Daniela Aschenbrenner, Julia Funk, Sandra Graf, Christine Seidak und Sabine Schnaiter vertreten.
Im Langstreckenschwimmen etablierten sich die Rosenheimer, so gewannen 1995 Matthias Kehrt und Christine Seidak die Bayerische Meisterschaft über 3 km. 1997 schaffte es Christine Seidak als erste Aktive überhaupt bei offenen Deutschen Meisterschaften einen 5. Platz zu belegen, gleichzeitig wurde sie offene Bayerische Meisterin über 5 km und ließ sogar die amtierende 800m Europameisterin hinter sich. 1998 sicherte sich Veronika Siflinger bei den Deutschen Jugendmeisterschaften den 2. Platz über 200 m Lagen. Aber 1999 kam es für Veronika Siflinger noch besser, den sie holte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Silber über 50 m Schmetterling, 200 und 400 m Lagen; was mit der Teilnahme bei den Jugendeuropameisterschaften in Moskau belohnt wurde. Gleichzeitig machte erstmals Sebastian Steck auf sich aufmerksam und wurde deutscher Jugendvizemeister über 200 m Freistil.
Den Höhepunkte dieser zehn Jahre schaffte aber die ehemalige Olympiateilnehmerin Bryndis Olafsdottir. Bryndis Olafsdottir wurde 1999 Europameisterin über 100 m Freistil und Vize-Europameisterin über 50 m Schmetterling. Das Jahr 2000 läutete Bryndis mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft über 100 m Freistil ein und holte sich bei den Masters-Weltmeisterschaften den Titel einer Weltmeisterin über 50 m Freistil. Diese Erfolge errang Bryndis in der Altersklasse 30, war aber bei allen Rennen schneller als die AK 25 (!) und jeweils schnellste Schwimmerin.

 

ab 2001

Das Jahr 2001 begann mit zwei phantastischen Vereinsrekorden im Rahmen der DMS durch Sebastian Steck über 100 m Freistil in 0:52,30 und 200 m Freistil in 1:54:13.

(Doris Seidak)